Mama, Papa, aufstehen.

Mutter/Vater zu sein ist in Deutschland keine einfache Sache. Und es wird immer enger.
Angefangen bei der mentalen Entmündigung in Sachen Schwangerschaft und Geburt, die von der gängigen Medizin systematisch betrieben wird, werden Mutter und Kind heute schon frühzeitig aus ihrem Familien-Idyll gerissen. Denn das Land möchte kein Familien-Idyll.
Nicht nur Vaters, auch Mutters Arbeitskraft, Zeit und Energie soll der Wirtschaft dienen, möglichst vollzeitig. Das Kind merkt dabei nebenbei schon sehr früh, wie das Leben hier in dieser Welt läuft. Nämlich ziemlich festgelegt. Fester Zeitplan, effizient auf den Erwerb ausgerichtet, hohe Erwartungen an den eigenen Konsum, verbiegen und verdrehn als Standardverhalten sobald es gefordert wird. Eigene Bedürfnisse haben dabei hinten anzustehen. Jedes Abweichlertum wird misstrauisch beäugt.

Für Familien gibt es kaum noch Wahlfreiheit.

Gezielt wurden und werden Eltern und solche, die es werden wollen, durch die Medien darauf vorbereitet, was gut für sie und ihr Kind sein soll. Frühe Trennung von Mutter bzw. Vater und Kind wird als fortschrittlich und förderlich verkauft – ist aber in Wahrheit eine emotionale Katastrophe mit Langzeitfolgen. Da ist sich auch die Wissenschaft ziemlich einig.
Und so werden tagtäglich frühmorgens Babys und kleine Kinder zu Unzeiten aus den Betten in die Kitas geschleppt, weinend oder still den Personen übergeben, die die Eltern ersetzen sollen. Der Stresspegel dieser Kinder ist häufig enorm hoch, und unter Stress werden die gesunde Entwicklung und das Lernen blockiert.

Gestresste Kinder sind keine geförderten Kinder.

Doch warum machen Eltern das mit ?

  • Sie müssen arbeiten, um die Existenz zu sichern. Arbeiten bedeutet hier zumeist in Vollzeit und unflexibel den ganzen Tag außer Haus zu sein. Andere Modelle haben es schwer. Gewinnen tut hier nur das Wirtschaftswachstum denn bei vielen Familien und Alleinerziehenden reicht es finanziell trotz Vollzeitjob gerade so – oder eben auch nicht.
    Doch in den ersten sechs Lebensjahren zuhause bleiben zu können und darin unterstützt zu werden, ist für Mütter und Väter kaum noch möglich, und für den Staat keine Option mehr. Und es ist ja nicht so, dass Kinder mit 3 oder 6 Jahren plötzlich keine elterliche Betreuung und Zuwendung mehr brauchen.
  • Viele Frauen fühlen sich emanzipiert und gleichberechtigt, wenn sie die Freiheit haben, arbeiten zu gehen, weil jemand anders ihr Kind betreut. Klar, es ist schön sich entfalten zu können, und finanziell relativ unabhängig zu sein. Doch mein Kind ist kein Dings, das ich mitsamt seinen Bedürfnissen und Gefühlen auslagern kann.(Bindung spielt eine extrem wichtige Rolle für die spätere Beziehungsfähigkeit, das Wohlbefinden und auch die Lernfähigkeit. Wichtig ist auch, an wen sich ein Kind bindet, denn diese Person ist maßgeblich für die Prägung des Kindes)

    Es sei denn ich möchte bewusst das Leben des Kindes den staatlichen und den wirtschaftlichen Interessen unterordnen. Kinder als Geschenke an den Staat oder die Wirtschaft, schon mal in abgeänderter Form irgendwo gehört.

    Wenn ihr zu den Frauen gehört, die an dieser Stelle einen dicken Hals bekommen, dann tretet einen Schritt zurück von eurem Alltag, verbindet euch mit euren eigenen Kindheitserfahrungen. Informiert euch über die Entwicklung des Betreuungs- und Bildungswesens in der DDR und im Nationalsozialismus.
    Und dann schreibt mir.

  • Weil es so ist. Die meisten Menschen fügen sich einfach in die bestehenden Systeme. Das war schon immer so, und hat sich bis heute kaum geändert. Zumal die Ablenkung von wichtigen Themen durch an- und überzogenes Konsumverhalten und durch eine falsch verstandene Auffassung von positivem Denken groß ist.


Wie geht es den Kindern damit ?

In der politischen Diskussion wird das Thema Kinder/Familie weitestgehend auf das Betreuungsangebot reduziert. Es scheint nur noch darum zu gehen, was getan wird, um Kinder täglich möglichst frühzeitig und möglichst lange aus der Familie zu entfernen. Der Einfluss der Eltern schwindet und wird infrage gestellt.
Natürlich wird auch das Kindeswohl durch viele Maßnahmen geschützt, aber die Betreuungsfrage scheint vorrangig von wirtschaftlichen Interessen bestimmt zu sein.

Wer fragt die Kinder, ob sie täglich viele Stunden von ihren Eltern getrennt sein möchten ?
Wer nimmt Weinen und Schreien, „Eingewöhnungsprobleme“ als das wahr, was es wirklich ist – der Protest der Kleinsten gegen die Trennung von den Eltern ?

Mit den Bedürfnissen von Kindern hat die derzeitige „Familienpolitik“ oder besser „Betreuungspolitik“ rein gar nichts zu tun. Kinder wollen bei ihren familiären Bezugspersonen sein, bei denen, die von Anfang an da waren. Sie möchten Zeit und Raum haben, um die Welt kennenzulernen, sie brauchen geduldige und gelassene Menschen, die ihnen zuhören und Grenzen setzen. Einfach weil die Kinder teil von ihnen sind und sie sie lieben, und nicht weil sie dafür bezahlt werden.

Kindertagesstätten können tolle Orte sein, wenn man gerne hingeht. Wenn es aber Orte sind, die immer mehr die Aufgabe übernehmen, kleine Menschen von ihren Eltern fernzuhalten, und sich um Entwicklungsprozesse zu kümmern, die normalerweise die Bindung zwischen Kindern und Eltern stärken, dann stimmt was nicht.

Bindung. Das ist es nämlich, was Kinder vor allem brauchen.
Und das Gegenteil davon bekommen sie derzeit von unserem politischen und wirtschaftlichen System. Die dauerhafte Betreuung von kleinen Kindern entfremdet die Kinder von ihren Eltern. Bindung wird erschwert, was vielerlei gravierende Folgen nach sich zieht.

Wer setzt sich für die Bedürfnisse der Kinder ein  ?

Auf höchsten Ebenen keiner. Denn da exisitieren Kinder nur als abstrakte Größen.

Kaum zu glauben, dass so viele Mütter und Väter das mehr oder weniger hinnehmen.

Daß Eltern die immer massiver werdende Eingriffe in ihr Familienleben tolerieren.

Natürlich tun das nicht alle, doch braucht es lautere, deutlichere Bekundungen, um die Freiheit des Familienlebens zu bewahren und die Bedeutung von Betreuung duch die Eltern zu stärken.

In der allgemeinen Diskussion herrscht viel Zurückhaltung vor, denn es gibt Un-Worte und Meinungen, mit denen man in Deutschland schnell die Menge aufbringen kann. Dazu gehören Worte wie

Mütterlichkeit – Hausfrau – Kinderliebe – Herd – Bedürfnisse         und noch einige mehr

Dem durchschnittlichen Kopf-orientierten, emotional blockierten Menschen stellen sich bei diesen Worten schon leicht die Nackenhaare auf, denn da werden alte, verdrängte Themen angetriggert.

Und so kommt es, dass Kinder heutzutage wenig Lobby haben, die politisch besonders viel zu ihrem langfristigen Wohlergehen beiträgt.


Mütter  Väter  Kinder haben Macht – denn sie sind viele

Ist den Eltern eigentlich bewusst, welche große Gruppe sie bilden ?
Welches politisches Gewicht sie haben können, wenn sie es denn gemeinsam für ihre Kinder einsetzen ?


Vor allem die Mütter sind aufgefordert, ihren gesellschaftlichen Wert einzufordern, und endlich ihre Macht zu nutzen.

In unserer Gesellschaft, die von den männlichen Prinzipien Leistung, Durchsetzung und Aktion geprägt ist, hat die Hausfrau und Mutter keinen Wert mehr. Sie wird ganz im Gegenteil öffentlich massivst abgewertet und an den Rand der Gesellschaft gedrückt, aus der sie möglichst bald verschwinden soll.
Weil sie nämlich ihrer Familie zuarbeitet und keinen direkten Beitrag zum Bruttosozialprodukt erwirtschaftet.
Aus diesem Grund wird der Druck auf Mütter in Partnerschaft und auch auf Alleinerziehende stark erhöht. Die Mitglieder der Gesellschaft, die in anderen Kulturen das höchste Ansehen geniessen, werden hier systematisch enwertet.

Es wird Zeit, für Kinder und Mütter einzustehen.
Also: Mama, Papa, aufstehen!

muttertierFür Wahlfreiheit & Vielfalt  in der Betreuung und Bildung von Kindern.

„Alle Kinder und alle Eltern haben das Recht, ihr Leben und ihren Alltag gemeinsam miteinander zu gestalten.“

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