Sommerrückblick: Glastonbury

Heute heult hier der erste richtige Herbststurm ums Haus, der Mond scheint wolkenverhangen durchs Fenster – genau die richtige Zeit für einen kleinen Rückblick auf die schönsten Momente und Orte des Sommerurlaubs:

Chalice Well

Chalice Well @ liessi

Ein Ort voller mächtiger Energien, die einiges auslösen können, wenn man sich darauf einlässt, ist Chalice Well in Glastonbury. Die Quelle in Chalice Well Gardens soll heilende Kräfte haben – das Wasser ist besonders eisenhaltig und die Atmosphäre um Brunnen und Bachlauf ist voller tiefer Ruhe und eignet sich besonders gut zum Meditieren. Da wir mit zwei Kindern dort waren, hielt sich die meditative Stimmung leider eher in Grenzen, denn die Kinder waren dort geradezu überenergetisiert.

Trotzdem haben wir die Atmosphäre des beliebtesten heiligen Brunnens in England sehr genossen, und ich habe eine Ahnung davon bekommen, dass der Ort eine tiefgreifende Wirkung haben kann, wenn man die Ruhe und Muße hat, sich darauf einzulassen.

chalice well

chalice well @liessi

Das gilt übrigens auch für Glastonbury Abbey, das wir natürlich auch besucht haben. Auf einem weitläufigen Gelände mitten in Glastonbury stehen die Überreste der ehemaligen Abtei, und obwohl man hier mitten in der Touristenattraktion des Ortes ist, herrscht eine entspannte, ruhige und friedliche Stimmung.

Wir sind sehr lange auf den Wiesen zwischen den Ruinen herumgestreift und sind hier richtig zur Ruhe gekommen.
Ich habe zum ersten Mal einen Bienenschwarm in einem Baum gesehen, und mich in Kraftort-Anpeilung versucht.
Denn hier kreuzen sich die stärksten Leylines – Kraftlinien – Großbritanniens, und der Kreuzungspunkt, der ehemalige Hochaltar der Kirche, ist sogar abgesperrt.

Glastonbury Abbey -KraftortGlastonbury Abbey -Kraftort

Glastonbury ist ein ungwöhnlicher Ort. Als wir über die Hauptstraße reingefahren sind, war ich zuerst ziemlich abgeschreckt, weil es ein bisschen aussah wie eine Filmkulisse für einen Hippie-Film. Nicht dass die Stadt hässlich wäre oder so, aber ein Esoterikshop reiht sich dort an den nächsten, und überall sitzen Menschen mit Schlaghosen, Gitarren und Harfen (!) herum. Das war mir irgendwie zu aufdringlich und penetrant. Lag vielleicht auch daran, dass wir vorher am Meer und auf einem sehr traditionell-konservativen Campingplatz waren.

Denn spätestens beim Bummel über die HauptstraßeGlastonbury ShoppingGlastonbury Shopping war es vorbei mit der Abneigung. Soviele Läden mit  interessanten Büchern, skurrilen Buchtiteln, hübschen Karten, Respekt einflößenden Gestalten, selbstgemachtem Hexenwerk und tausenderlei anderem Krimskrams habe ich noch nie auf so kleinem Raum gesehen. Erstaunlicherweise gab es bei dem großem Angebot relativ wenig Kitsch.
Dafür interessante Erfahrungen: Ich erinnere mich an einen Laden, vor dessen Eingang ein Schild stand, darauf stand sinngemäß: Wohlerzogene Kinder sind geduldet, alle anderen kommen in die Suppe. Ich bin extra ohne Kinder rein, um mich in Ruhe umsehen zu können. Drinnen standen mehrere Furcht Respekt einflößende Frauen mit roten Haaren und langen Gewändern. Ich seh‘ mich also so um, und plötzlich toben beide Kinder mit Eis in der Hand in den Laden hinein. Ich habe wirklich gedacht, gleich spricht eine von den Verkäuferinnen ein Sprüchlein und wir finden uns im Kupferkessel wieder..ja, der Ort ist eben überzeugend mystisch.
Es ist den Kindern aber nichts passiert. Ich konnte sie gerade noch rechtzeitig rausscheuchen.

Schön war auch die Vielzahl an Cafés und vegetarischen Restaurants, die wir aus diversen Gründen leider nicht ausprobieren konnten.sacred tree: ginny kindred @ liessi

In einem Laden habe ich ein Buch entdeckt von einer Frau, deren Name ich schon beim Besuch in Monkton Wyld Court – von dem ich nächstes Mal noch berichten möchte – auf den schönen Postkarten gesehen hatte. Glennie Kindred ist artist & author, sie macht Workshops zu Kräutern, Bäumen, Alchemie und Ritualen, und ausserdem hat sie ein paar ganz wundervoll illustrierte Büchlein herausgegeben.

Auf ihrer Internetseite gibt es tolle Fotos von Kräuterkram und natural art und Einblicke in ihre Bücher und anderen Projekte.

Ich wünsche mir dieses hier.

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