Alternatives Leben

alternatives leben - calendula : ringelblumeIch habe mich gefragt, welche funktionierenden, alternativen Lebensformen es heute eigentlich noch gibt. Und wie diese im konkreten Alltag aussehen. Denn neben dem Bild, das viele beim Stichwort „Alternatives Leben“ vor Augen haben – Leben auf dem Lande, selbstversorgt, Garten, Tiere und frei von allen Zwängen – gibt es natürlich auch jede Menge anderer alternativer Lebensformen. Teilweise aus der Not heraus geboren, aber auch bewußt gewählt.

Um zu klären, was das eigentlich genau bedeutet – alternatives Leben – habe ich das Internet bemüht, und Synonyme für das Wort „alternativ“ gefunden:

Am besten gefallen haben mir „Gegenmodell“, „Wahlmöglichkeit“ und „Darüber hinaus“.

Natürlich schwingen auch immer noch diese Bedeutungen mit:

„ökologisch“, „umweltbewußt“, „naturbewußt“, „individualistisch“, „nonkonformistisch“

Von allem haben wir heute, wie es mir vorkommt, immer weniger. Und für viele Menschen ist ein „alternatives Leben“ sogar etwas Negatives. Ob das daran liegt, das man sich hierzulande mit Menschen, die von der Masse abweichen, eher schwertut, oder ob das eigene schlechte Gewissen da bei der Verurteilung mit im Spiel ist, lasse ich jetzt mal offen.

Neue Wege finden

Der Wunsch nach einem alternativen Leben entspringt meistens aus einer Unzufriedenheit oder einer nicht mehr hinnehmbaren Situation heraus und betrifft viele Lebensbereiche.

Bin ich mit meinem Leben zufrieden?

Ist mein Beruf wirklich das, was ich kann und womit ich meine Zeit verbringen möchte ?

Wie und mit wem wohne ich und wie sieht der Alltag aus ?

Wie ist meine/unsere Einstellung zu Ernährung und Konsum ?

Gibt es Bereiche, Situationen, Beschäftigungen oder anderes von dem zuviel oder zuwenig habe ?

Umgebe ich mich mit dem, was mir guttut ?

Wenn Ihr bei einigen dieser Fragen ins Zweifeln kommt, ist es an der Zeit, sich nach Alternativen umzusehen.

Dazu bedarf es anfangs keiner kompletten Lebensumstellung, auch wenn diese vielleicht irgendwann doch angebracht ist. Um überhaupt herauszufinden wo es im eigenen Leben hakt und womit einfache Verbesserungen zu erzielen sind, ist es wichtig, im Alltag innezuhalten, ganz genau hinzuschauen und in sich hineinzuhorchen.

Wo liegen eure persönlichen „Haken“ oder Unzufriedenheiten ?

Routine bestimmt den Alltag – und verbiegt uns

Vieles was wir tagtäglich tun, ist neben der Notwendigkeit, den Lebensunterhalt zu verdienen, stark geprägt durch das, was wir kennen und was alle anderen auch machen.

Wir stehen auf, bringen vielleicht Kinder zu Schule und Kindergarten, fahren zur Arbeit, kümmern uns um Haushalt und Essen, kaufen ein, sehen fern, sitzen am Computer, lesen ein Buch oder machen Sport. Natürlich gibt es noch viele andere Sachen, die wir tun, und die uns auch zufriedenstellen, denn Routine kann auch Glück vermitteln. Oft trägt sie aber unbewußt dazu bei, unzufrieden zu sein, nämlich immer dann, wenn wir etwas tun, war wir nicht mögen und was uns nicht entspricht.

Wir machen aber dennoch weiter, „weil es halt so ist“.

Einfach mal was anderes machen – Raum für Neues schaffen

Neues kann nur da erscheinen, wo Platz ist, und daher ist der erste Schritt zu einer Alternative – egal in welchem Bereich – immer, Platz zu schaffen, Altes beiseite zu räumen.
In Momenten, in denen man ganz besonders unter einer Situation leidet, kann es daher hilfreich sein, daran zu denken, dass genau diese Situation ganz bewußt so ausgewählt wurde. Und jeder kann sich das Recht herausnehmen, (fast) jederzeit auch mal zu sagen: Stop!

alternatives leben - mal draussen kochen auf dem holzofenEin Beispiel:

Wenn ich heute nicht einkaufen gehen und ein Essen aus dem bereite, was gerade im Haus ist, dann hat das vielleicht einige Folgen: Unzufriedene Familienmitglieder, eine ungewöhnliche Zusammenstellung von Lebensmitteln, weniger zu essen. Das alles sind Situationen, die nicht wirklich kritisch sind. Im Gegenteil. Sie fordern Improvisationstalent, Kreativität und die Bereitschaft, sich auf etwas Neues einzulassen heraus. Und das kann manchmal ungeahnte Kräfte freisetzen. In unserem Beispiel hat das ausserdem den positiven Effekt, dass wir mehr Zeit für anderes haben, Geld sparen und vielleicht auch weniger Zucker, Konservierungsstoffe oder andere unerwünschten Lebensmittelzusätze zu uns nehmen, die wir sonst gegessen hätten.

Welche Teile in eurem Tagesablauf habt ihr in letzter Zeit ändern können, indem ihr diese Technik angewandt habt?

Ich freue mich sehr über Rückmeldungen und Erfahrungsberichte, auch wenn es „nur“ um scheinbar unwichtiges Alltägliches geht.

In Teil 2 zu dem Beitrag „Alternatives Leben“ geht es darum, weitere Abläufe und Gewohnheiten zu überprüfen und zu sehen, welche Alternativen es gibt.

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