Warum die Bienen sterben

Den Bienen geht es immer schlechter. Vor allem denen in den Industrienationen, ganz vorne die USA, viele europäische Länder, aber auch Brasilien und China. Ganze Bienenvölker sterben aus. Sie kehren einfach nicht zum Bienenstock zurück, ihre Nachkommen verhungern. Anfang 2010 waren in Deutschland ein Viertel der gesamten Völker verschwunden.
Was heisst das für die Verbraucher? Honig wird teurer? Nicht nur das, denn die Biene ist nach dem Rind und dem Schwein das drittwichtigste Nutztier, zuständig für die Bestäubung des größten Teils an Obst und Gemüse. Sterben die Bienen, gibt es ein Problem mit der Ernte.

Aber warum geht es den Bienen schlecht? Was passiert da? Die Tendenz ist relativ eindeutig. Drei Faktoren tauchen immer wieder auf, wenn Wissenschaftler, Imker und andere Fachleute sich mit der Ursachenforschung beschäftigen.

Erstens: Pestizide. Wer glaubt ernsthaft, dass das immer weiter zunehmende flächendeckende Verteilen von Giftstoffen auf landwirtschaftlichen Flächen ohne Folgen bleibt? Imkerverbände warnen seit langem vor dem erwiesenermaßen bienenbedrohenden Einsatz von Insektiziden. Der Deutsche Berufs- und Erwerbsimkerbund (DBIB) macht das von der Firma Bayer CropScience hergestellte Clothianidin mit für das Bienensterben verantwortlich.
Durch die Zunahme von landwirtschaftlicher Monokultur verlieren die Bienen ihre Nahrungsquellen. Auf den Feldern blüht kaum noch etwas anderes als das was geerntet werden soll.

Zweitens: Gen-Technik. Die langfristigen Folgen des Einsatzes von Gen-Technik in der Nahrungskette sind unbekannt. Bienenvölker, die sich schnell vermehren und sehr anfällig für Umweltstörungen sind, könnten uns zeigen, was es zur Folge hat wenn man sich einige Generationen lang mit gentechnisch manipuliertem Futterpflanzen ernährt. Zufällig ist das Bienensterben in den Ländern am schlimmsten, die die größte Verbreitung von genmanipulierten Pflanzen haben.

Drittens: Elektrosmog. Bienen orientieren sich am Magnetfeld der Erde. Dieses bestimmt ihren inneren Kompass, der ihnen hilft, den heimatliche Bienenstock zu finden, und anderen Bienen mitzuteilen, wo es Nahrung gibt. Die zunehmende drahtlose Vernetzung beeinflusst das Magnetfeld. Und so kann es ganz schnell gehen, dass eine vollbeladene und erschöpfte Biene, die nicht schnell genug nach Hause kommt, den richtigen Weg letztendlich gar nicht mehr findet.

In der Forschung ist für das Bienensterben immer wieder der Befall mit Parasiten wie z.B. Milben als Ursache herausgefunden worden. Voraussetzung für diese derartige Bedrohung durch Parasiten ist aber ein geschwächtes Immunsystem. Und das haben die Bienen heutzutage wohl. Kein Wunder bei dem Dauerbombardement auf ihren natürlichen Lebensraum.

Solange aber die Zusammenhänge zwischen Bienenabwehrschwäche und oben genannten Faktoren nicht eindeutig wissenschaftlich nachgewiesen ist, wird nichts passieren. Konzerne und Lobbyverbände verhindern Ursachenforschung, und im Meinungsdschungel der gemeinen Bevölkerung herrscht das übliche Schwarz-Weiss-Denken vor, das nur die eine große wissenschaftlich nachgewiesene Ursache akzeptieren würde. Und die wird es nicht geben.

Warum die Bienen aber trotzdem nicht aussterben werden, im 2. Teil

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